Kari Lessir – Ein Tag ohne Buch ist ein verlorener Tag

Autorenvorstellung

 Es war ein kalter Wintermorgen im Jahre 1967, als die Autorin, die ich euch heute etwas näher bringen möchte, das Licht der Welt erblickte. Schon als Kind liebte sie es Geschichten zu erfinden, aber auch zu musizieren und zu malen.  Studiert hat sie  Musikwissenschaft, sich dann zur Mediengestalterin weitergebildet und ein Fernstudium in Kreativem Schreiben abgeschlossen. Sie arbeitete viele Jahre für ein  angesehenen Verlagshaus und heute ist sie als freie Autorin in Wiesbaden tätig. Ich entdeckte die Autorin durch ihr Buch Wunschträume und war sofort begeistert von der Geschichte, dem Schreibstil und dem Gedanken, wie schön es manchmal wäre, sich etwas wünschen zu können. Ich wurde neugierig auf die Frau hinter dem Buch und fand eine Autorin, die mit Leidenschaft schreibt und ihr ganzes Herz in ihre Bücher packt

Meine Lieben, die sympathische Kari Lessir

(c) made by Kathrein Wiesbaden

(c) made by Kathrein Wiesbaden

 

Worum es in ihrem Buch Wunschträume geht?

Wunschträume von Kari Lessir

Die Fitnesstrainerin Crissy ist ein Glückskind. Dank eines magischen Rituals werden all ihre Wünsche wahr. Nur in der Liebe scheint die Wunschmagie nicht zu funktionieren. Crissy trifft zwar ihren Traummann, den charmanten und überaus attraktiven Rico, doch der spielt nach seinen Regeln …

So nicht! Durch magische Kräfte heizt sie der Liebe tüchtig ein und löst ein Chaos aus, in dem sich Rico, ihre beste Freundin und ein Nachbar verstricken. Wie gut, dass Crissy ein Schutzengel zur Seite steht, der die Fäden wieder entwirrt.

 Eine magische Liebesgeschichte ….

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 Wann wusstest du: Ich will schreiben? Ich will Autorin sein und meine Geschichten mit der Welt teilen?

Geschrieben habe ich schon, bevor ich in der Schule offiziell gelernt habe, wie man das macht. Das ist der große Vorteil, wenn die eigene Mama Grundschullehrerin ist. ^^ Aber dass ich Geschichten zu Papier bringe und diese dann auch noch in die Welt hinaus schicke, ist eigentlich relativ jung. Das erste Buch Aus dem Blick habe ich – nach fünf Jahren Feintuning und vergeblicher Verlagssuche – 2008 in Eigenregie veröffentlicht. Davor schwankte ich zwischen der wissenschaftlichen Laufbahn – ich hatte nach dem Magister ein entsprechendes Angebot der Uni Frankfurt vorliegen – und meinem Berufstraum „Pressereferentin“. Okay, das Leben hatte dann letztlich anderes für mich vorgesehen, nämlich den Weg in einen Fachverlag, wo ich mich zwanzig Jahre lang mit den Veröffentlichungen anderer Autoren beschäftigen durfte.

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Reaktionen deiner Umwelt?

Wenn du meine Tante, eine erfolgreiche Verlagsautorin, fragtest, würde sie dir was von „seichter Unterhaltung“ und „nicht stilbildend“ erzählen. Okay, „Aus dem Blick“ war für sie die Ausnahme, weil sie durch das Buch etwas über Blinde gelernt hat. Den Rest meiner Familie darfst du natürlich auch nicht wirklich nach ihrer Meinung zu meinen Büchern fragen, weil Eltern, Geschwister und Kinder immer toll finden, was man so macht. Das ist ein Naturgesetz (es sei denn, man kommt mit dem Gesetz in Konflikt ^^). Tja, und sonst? Warum habe ich eigentlich vorwiegend Freundinnen, die nicht lesen? Vielleicht sollte ich mal meinen Freundeskreis überarbeiten …

Was inspiriert dich?

Das Leben. Es reicht eine kleine Notiz in der Zeitung, ein Bericht im Fernsehen, ein Mensch, den ich in der Stadt beobachte, oder die Erzählung einer Freundin. Mein Unterbewusstsein speichert die Dinge ab, und ich greife darauf zu, wenn die Zeit für genau dieses Thema gekommen ist.

Hast du einen Lieblingsschreibplatz?

Oh ja: meinen gelben Stressless-Sessel. Der eignet sich gleichermaßen zum Schreiben und zum Lesen. Musik auf die Ohren, Macbook auf die Knie und los geht’s.

 

Schreibplatz Kari Lessír

Liest du auch gerne?

 

Was für eine Frage! „Gerne“ ist gar kein Ausdruck. Ich bin süchtig nach Büchern! Ein Tag ohne ein Buch ist ein verlorener Tag. Die Schwierigkeit dabei ist allerdings, wie du dir lebhaft vorstellen kannst, die Lektüre aus der Hand zu legen – möglichst weit weg vom Lesesessel – und mich auf meine eigenen Geschichten einzulassen. Aber sobald ich diese Hürde genommen habe, ist alles gut ^^

Was würden wir denn in deinem Bücherregal so finden?

Inzwischen nur noch ältere Titel – vorwiegend Romantikthriller von Michelle Raven und Fantasy von Bettina Belitz, Maggie Stiefvater und Siri Lindberg. Seit über zwei Jahren lese ich nur noch E-Books. Ich musste bei meinem letzten Umzug gut die Hälfte meiner Bücher entsorgen, die damals in Zweierreihen Wohnzimmer und Flur bevölkert hatten, weil ich sie beim besten Willen nicht in die neue Wohnung mitnehmen konnte. Das hat mir in der Seele wehgetan. Seitdem überlege ich mir zwei Mal, ob ich mir ein Buch tatsächlich physisch zulege.

 

Buchregal Kari Lessír

Wer ist dein größter Kritiker?

Das bin ich selbst. Bis ich zufrieden mit einem Text bin, vergeht eine Menge Zeit. An all meinen Veröffentlichungen habe ich endlos gefeilt, jedes Wort, jeden Satz mehrfach umgestellt und meist über ein Viertel des Rohmanuskripts letztlich gestrichen. Deswegen habe ich an meinen bisherigen drei Titeln immer rund fünf Jahre gearbeitet, bis sie auf den markt kamen. Und das letzte Buch, meine Wunschträume, habe ich sogar danach erneut überarbeitet und lektorieren lassen. Mich selbst zufrieden zu stellen ist verdammt schwer. Perfektionismus eben 

Wenn ein Buch erscheint, hat man da nicht auch etwas Angst? Immerhin lesen und bewerten plötzlich wildfremde Menschen dein Baby, ich stell mir das etwas beängstigend vor

Nein, nicht wirklich, denn niemand ist so kritisch wie ich selbst. Bis ich mit einem Manuskript zufrieden bin, hätten andere wahrscheinlich schon zehn Mal einen Haken dran gemacht. Wem es trotzdem nicht gefallen sollte, dessen Lesegeschmack habe ich dann nicht getroffen. Meine Bücher sind kein Mainstream. Ich versuche zwar, gut verständlich zu formulieren, aber die Inhalte sind schon speziell. Im ersten Roman war es die Liebe zu einem Blinden, sodass im Vordergrund „Toleranz“ und „Akzeptanz“ standen. In Wunschträume geht es um die Selbstfindung, nicht nur im realen Leben, sondern auch im Geistig-Spirituellen. Die Liebesgeschichte um Crissy ist dabei nur der Aufhänger. Die Kurzgeschichten Taxi zum Himmel,  die ich unter meinem Mädchennamen veröffentlicht habe, sind sowieso nicht jedermanns Sache, weil ich da genretypisch (extrem knapp) schreibe. Genau deswegen musste ich da wirklich jeden Buchstaben drei Mal beleuchten, was meinen Perfektionismus aufblühen ließ.

 

Auf was dürfen wir uns denn als nächstes freuen? Literarische Zukunftspläne?

Wunschträume ist als Trilogie konzipiert, wobei der zweite Band mit dem Arbeitstitel Der Seelenseher bereits in der Rohfassung abgeschlossen ist. Hier steht das Schicksal von Crissys/Christianes Traummann im Mittelpunkt, den die Leserinnen in „Wunschträume“ nur recht einseitig kennengelernt haben, nämlich aus der Sicht der Ich-Erzählerin. Während dieser Text im Augenblick ruht, entwickle ich Band drei, in dem Christianes beste Freundin Mia ebenfalls einen Partner finden soll. Daneben liegt in meiner Schublade ein fertiges Manuskript, dass ich vor Jahren für meinen Sohn geschrieben habe. Allerdings fehlte mir bislang die Zeit, es zu überarbeiten. Sobald ich die Wunschhexen-Trilogie unter Dach und Fach habe, werde ich dieses Buch, einen Jugend-Zeitreise-Roman, endlich fertigstellen

Liebe Kari Lessir, ich danke dir sehr für das nette Gespräch, fühl dich (((gedrückt)))

Und wenn ihr noch mehr über die sympathische Autorin erfahren möchtet, besucht doch mal ihre Homepage

Viel Spaß beim lesen und stöbern

Sabine

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PS das sind keine Schreibfehler sondern Spezialeffekte meiner wirklich bösen Tastatur

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