Annika Dick – Vielleicht ist es das Weite und das Wilde

Als ich zum ersten Mal Schottland besuchte verliebte ich mich unsterblich ins dieses raue und so wunderschöne Land. Jeder der dort schon einmal war, kann bestätigen, man MUSS noch einmal hin und wieder und wieder. Mir waren fünf Tage vergönnt, fünf Tage voller Lachen und Frieden. Ich kann es nur Frieden nennen, denn für meine Seele war es genau das. Diese Ruhe am Meer, das heitere Beisammensein am Abend – einfach wunderbar. Danach kam ich immer wieder, erkundete das Land und da ich schon immer gerne Highlander Romane las, besuchte ich natürlich auch so manche berühmte Stelle. Schottland besucht man nicht einfach, oh nein, man verliebt sich und geht nur mit schwerem Herzen wieder

Vielleicht war das sogar der Hauptgrund mir Annika Dicks Buch Die stolze Braut des Highlanders zu kaufen. Ich kenne alles von Hannah Howell und den vielen anderen großen Autorinnen die über die Highlander schreiben und wenn ich ehrlich bin, war ich eher skeptisch ob mir Annika Dick das Lesevergnügen schenken kann wie diese. Was soll ich sagen – sie kann und wie ! Sie erweckt ihre Figuren zum Leben, schenkt ihnen Herz und Seele und läd zum träumen und verlieben ein. Ich flog nur so durch die Geschichte und ärgerte mich etwas über mich selbst, das ich diese tolle Autorin nicht schon früher für mich entdeckte. Um so mehr freute ich mich aber, das sie nicht nur zu Gast auf der diesjährigen Loveletter Convention in Berlin ist, sondern das sie sich auch Zeit für ein kleines Gespräch nahm.

Meine Lieben, die wunderbare Annika Dick

Foto Werkstatt Patric Dressel

Foto Werkstatt Patric Dressel

Wann hast du angefangen zu schreiben? Wann wusstest du, dass du deine Geschichte mit der Welt teilen willst?

Ich habe schon Geschichten erzählt, bevor ich überhaupt schreiben konnte. Damals mussten dann meine Puppen und Stofftiere als Publikum herhalten (immerhin haben sie mich nie unterbrochen). Sobald ich dann – endlich – schreiben gelernt hatte, habe ich auch losgelegt. Ich weiß leider nicht mehr, worum es in den Geschichten damals ging, aber ich habe noch die Blöcke mit Kätzchen und Einhörnern darauf vor Augen.

Das setzte sich dann auch recht stringent bei mir fort: Aufsätze waren in der Schule für mich keine ätzende Klassenarbeit sondern herbeigesehnte Schreibzeit und nebenher habe ich immer kleine Geschichten geschrieben, die ich ein paar ausgewählten Freunden vorgelesen habe.

An ein unvoreingenommenes Publikum habe ich mich dann später mit Fanfictions gewagt.

Irgendwann waren mir dann die Figuren anderer nicht mehr genug und die Figuren in meinem Kopf wurden zu laut, um sie weiterhin zu ignorieren, dann fing ich wieder an, nur für mich zu schreiben, bis ich 2011 über eine Kurzgeschichtenausschreibung stolperte, die Fantasygeschichten in London suchte. Das war dann nach Jahren das erste Mal, dass ich wieder etwas Geschriebenes aus der privaten Hand gegeben habe und dabei ist es bis heute geblieben.

 

 

Kritiker? Wie sah das deine Umgebung und Familie? 

Mein Vater sah uns schon verarmen, wenn mal wieder eine neue Bücherlieferung – es blieb dabei selten bei einem einzigen Buch – in sehr kurzen Abständen bei uns eintrudelte. Meine Mutter beschwerte sich oft, dass ich zu lange am Computer säße. Seit ich das Schreiben nicht mehr für mich behalte hat sich das aber geändert und sie akzeptieren auch, dass ich mich an den Wochenenden gerne mal komplett verbarrikadiere, wenn ein Abgabetermin ansteht und ich einen Roman fertigschreiben muss. Beim Lesen halten sie sich meist zurück. Mein Vater liest ohnehin kaum Bücher und meine Mutter kann mit Fantasy so gar nichts anfangen, sie fing dann wirklich erst mit meinen Historicals und den aktuellen Lovely Skye-Novellen an, meine Geschichten zu lesen.

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 Die stolze Braut des Highlanders

Drei Dinge weiß Ramsay MacKay über die Lowlander: Erstens, sie sind verwöhnt. Zweitens, sie sind schwerfällig. Drittens, sie überleben keine Woche in den Highlands. Doch als er seine zukünftige Braut dabei ertappt, wie sie wagemutig in einen eiskalten Waldsee steigt, muss der Krieger seine Ansichten überdenken. Denn Caitriona Sinclair ist so schön wie stolz und von einem „ungehobelten Barbaren“, wie sie ihn nennt, lässt sie sich erst recht nicht bezwingen. Dabei könnte sein Bett sie nicht nur vor den Unannehmlichkeiten des rauen Nordens, sondern auch vor den mächtigen Feinden seines Clans bewahren …

Ich habe gerade dein Buch „Die stolze Braut des Highlanders“ gelesen und bin ganz hin und weg. Woher kommt deine Liebe zu den Highlands?

Wenn ich das wüsste. Schon als ich noch ganz klein war, hat mich „England“ fasziniert. Als ich älter wurde und begriff, dass die Insel mehr als nur England ist, blieb zwar mein grundsätzliches Interesse am ganzen Land bestehen, mein Herz schlug aber immer höher, wenn es um den Norden ging.

Vielleicht ist es die Weite und das Wilde, das Schottland und besonders seine Highlands sich bis heute bewahrt haben. Nach Schottland zu kommen, fühlt sich für mich immer ein wenig nach „Zuhause ankommen“ an. Die Menschen, die Sprache, die Musik, selbst das Essen – was ja viele Leute abschreckend finden – man muss das alles einfach lieben.

Wenn ich mir eine neue Geschichte überlege, taucht tatsächlich als eine der ersten Fragen bei mir auf, ob sie in Schottland spielen könnte. Fünfmal war die Antwort darauf bisher Ja, davon haben es 4 Projekte bisher zur Veröffentlichung geschafft. Ich scheine also mit meiner Liebe für das Land und die Leute nicht allein zu sein.

 

 

Was inspiriert dich? 

Die Kurzfassung? Alles!

Die Langfassung: Das ist schwer zu sagen. Manchmal reicht ein Wort, ein Lied, ein Bild und schon ist eine komplette Geschichte in meinem Kopf. Wenn ich aktiv auf der Suche nach einer neuen Idee bin, statt von ihnen angesprungen zu werden, höre ich mich gern durch diverse Musikalben oder durchforste das Internet nach Bildern, die mir eine Szene, eine Figur oder ein Setting näherbringen.

Schreibtisch

Wie schreibst du am liebsten? Mitten im Leben oder lieber ganz in Ruhe?

Am liebsten schreibe ich an meinem Schreibtisch im Arbeitszimmer mit Blick aus dem Fenster, das Whiteboard nebendran, meine magnetische Wand mit allen nötigen Infos zum aktuellen Projekt im Rücken. Dazu läuft der passende Soundtrack, den ich mir zu jeder Geschichte neu zusammenstelle. Die einzige, die mich dabei stören darf, ist meine Katze, aber die gibt sich meist damit zufrieden, schnurrend auf meinem Schoß zu liegen und irgendwann einzuschlafen.

Was würden wir denn in deinem Bücherregal finden? 

Ich glaube, eine sehr gemischte Auswahl. Da stehen Shakespeares gesammelte Werke, Jane Austen, Charles Dickens, Bram Stoker und Edgar Rice Burroughs neben G. R. R. Martin, J. K. Rowling, Nora Roberts, Kai Meyer oder Kerstin Gier. Um jetzt nur einmal mit den „großen“ Namen um mich zu werfen, die jeder kennen dürfte. Dazwischen stehen aber auch eine ganze Menge (noch) nicht so großer Namen gerade deutscher Autoren, die ich sehr gerne lese und mich auch immer wieder über Neuentdeckungen freue. So habe ich zum Beispiel letztes Jahr eine wundervolle Novelle von Tanja Bern als Hörbuch gehört, die in Irland spielt. Mit Helen B. Kraft gibt es dann zum Beispiel eine deutsche Autorin, von der ich schlicht alles kaufe und lese, was mir vor die Nase läuft. Und auf meinem SuB tummeln sich noch so viele tolle Autoren, die aufzuzählen hier wirklich den Rahmen sprengen würde.

Vampirkatze

 

Hast du ein Lieblingsbuch? 

*Schielt auf ihr Bücherregal* Eins? Darf ich da ein oder zwei Nullen dranhängen?

Ich kann mich so gar nicht festlegen. Ich könnte noch nicht einmal bei meinen Büchern ein einziges Lieblingsbuch benennen, geschweige denn bei den unzähligen Büchern anderer Autoren.

Das ist bei mir immer Tagesform abhängig und kommt auch oft darauf an, was ich zuletzt gelesen habe. Ich liebe einfach zu viele Bücher, um mich auf eines festnageln zu können.

Annika`s persönlichen Assistentin Chaya. Sie hat sich in ihren 4 ½ Jahren schon für einiges gehalten: Papiermüll, Flaschen, Socken … auf dem Foto war sie ganz eindeutig eine Fledermaus. Zumindest die Farbe hat gestimmt. ;)

Annika`s persönlichen Assistentin Chaya. Sie hat sich in ihren 4 ½ Jahren schon für einiges gehalten: Papiermüll, Flaschen, Socken … auf dem Foto war sie ganz eindeutig eine Fledermaus. Zumindest die Farbe hat gestimmt. 😉

 

In wenigen Wochen,  ja fast Tagen, beginnt die LoveLetter Convention in Berlin und ich freue mich schon sehr dich dort zu treffen. Bist du auch schon aufgeregt? 

Und wie! Ich bin das erste Mal auf der LLC und schon sehr gespannt, was mich dort erwartet.

 

Auf was dürfen wir uns als nächstes freuen? Literarische Zukunftspläne? 

Oh, da kommt eine ganze Menge! Im Juni folgt der 2. Teil der „MacKay“-Trilogie bei books2read. Ebenfalls im Juni soll der 3. Teil der Novellentrilogie „Lovely Syke“ beim KopfKino-Verlag erscheinen. Der Monat wird also very Scottish. 😉

Bleiben wir in Großbritannien sind für dieses Jahr – endlich – der 3. Teil meiner „HEX HEX“ Reihe sowie der historische Liebesroman „Bezaubernde Herzen“ beim Arunya-Verlag geplant.

Beim Amrun-Verlag befindet sich gerade meine Romantasy „Sieben Mal vom Tod geküsst“ im Lektorat. Hierbei gehen wir dann mal weg von Großbritannien und setzen nach New Orleans über. Außerdem sitzen wir gerade an der Überarbeitung eines weiteren Amrûn-Romans, einem Märchen mit dem Titel „Der gläserne Fluch“, den ich zusammen mit Susanna Montua schreibe. Du darfst dreimal raten, in welchem Land große Teile der Geschichte spielen. 😉

Danke für deine Zeit liebe Annika ❤ Ich freu mich schon sehr dich in Berlin endlich persönlich kennenzulernen. Fühl dich gedrückt.

Ihr wollt mehr über die Autorin und ihre Bücher erfahren? Dann besucht doch mal ihre Homepage, über Besuch freut sich die Autorin bestimmt sehr. Habt viel Spaß beim lesen und stöbern

Sabine

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PS: Schreibfehler sind mit voller Absicht eingefügt worden. Zusammen gesetzt ergeben sie einen geheimen Code mit dem ich die Weltherrschaft an mich reißen werde

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