Monika Baitsch

Autorenvorstellung

Heute möchte ich euch eine Autorin vorstellen, die ich auf der Buchmesse in Homburg kennenlernte. Ich besuchte ihre Lesung und war fasziniert mit wie viel Liebe und Leidenschaft sie Kindern versucht Ängste zu nehmen. Gespannt lauschte ich ihren Erzählungen und Anekdoten, sah wie begeistert gerade die zahlreichen jungen Leser waren, die sie gekonnt in ihre Lesung einbaute. Nun hat sie endlich einen Roman für Erwachsene veröffentlicht, der zeigt, das sie nicht nur Kinder unterhalten kann.

Meine Lieben: die bezaubernde Monika Baitsch

monika

Sich selbst beschreibt die lustige Autorin als ungeduldig und wenn sie sich etwas in den Kopf setzt, dann gibt sie so schnell auch nicht auf. Die Idee zu ihren „Hilfmir“ Büchern entstand 1999, als ihr „Großer“ eingeschult wurde. Er war in seiner Schulzeit kein sehr selbstbewusstes Kind und kam auch mal mit einer blutigen Nase nach Hause, aber gewehrt hätte er sich nie und so dachte sich Monika Baitsch, dass sie ihm etwas an die Hand geben muss, das ihm Mut macht.

Monika:  Ich habe ihm ein kleines Stofftierchen und einen Brief in seine Schultüte, in dem sich dieser „Hilfmir“, den ich damals tatsächlich schon so genannt habe, vorstellt. Es war unglaublich, wie schnell mein Sohnemann verstanden hatte, was Hilfmir für ihn tun kann. Es kamen keine Rückfragen zur „Gebrauchsanweisung“ und er war ab diesem Tage ein treuer Begleiter bei Klassenarbeiten, Arztbesuchen, Aussprachen, in Situationen, in denen er ein mulmiges Gefühl hatte und jeder anderen denkbaren Gelegenheit. Hilfmir führte immer wieder zu erstaunlich positiven Ergebnissen und so war auch immer mal wieder der Gedanke da, dass man aus der Idee etwas machen sollte – aber was?

hilf mir von monika monika hilf mir 2

 

Wie wurde aus „Hilfmir“  ein Buch ?

Monika: Ich hatte zum einen immer diese Hilfmir-Idee im Kopf und zum anderen sagte ich auch immer wieder „Ich schreibe mal ein Buch“. Aber ich wusste gar nicht worüber ich eins schreiben soll. 2011 trafen dann die Hilfmir-Idee und der Buchgedanke in meinem Kopf aufeinander und haben sich gegen mich verbündet. Dazu kam, dass mein „Großer“ seine Fahrprüfung hatte. Wir hatten vereinbart, dass ich ihn mit seinem Auto abhole, wenn er sie besteht. Ich habe ihn mit seinem Auto abgeholt und beim Einsteigen setzte er seinen Hilfmir aufs Amaturenbrett. Er ist so eine Art Talisman für ihn geworden. Das war so eine Art Zündung und ich habe mich an meinen Laptop gesetzt und die Mutmacher-Geschichten geschrieben.

Monikas Lesung auf der HomBuch

Monikas Lesung auf der HomBuch

 

Warst du vor deiner ersten Veröffentlichung nicht super nervös?

Monika: Das kann man wohl sagen! Zumal ich das Buch heimlich geschrieben hatte. Noch nicht einmal mein Mann wusste es. Es war eine Achterbahnfahrt der Gefühle und ich habe alles von himmelhochjauchzend bis hin zu den kompletten Selbstzweifeln erlebt. Die Tage bis ich dann mein Exemplar bekommen habe, waren für mich der Härtetest schlechthin. Mein Kopf wusste, dass es etwa zehn Tage dauern wird, aber mein Körper ist mehrmals am Tag zum Briefkasten gelaufen, um zu schauen, ob es vielleicht doch schon da ist. Und das bei meiner Ungeduld! Als ich es dann endlich in den Händen hielt und meinen eigenen Namen auf dem Cover lesen konnte, hatte ich Gänsehaut. Das war ein unbeschreibliches Gefühl, aber im gleichen Moment habe ich mich auch wieder gefragt, was die Welt wohl dazu sagen wird. Erst nachdem mein Mann es gut fand, habe ich mich getraut auch anderen davon zu erzählen. Und die Gesichter waren ein herrlicher Ausgleich für die durchgestandene Nervosität.

 

 

Und wie ist es heute?

Monika: Heute bin ich immer noch ungeduldig, aber nicht mehr so nervös, wenn eine Veröffentlichung bevorsteht.

monika roboterbuch

Was inspiriert dich?

Monika: Das ist unterschiedlich und ich kann es gar nicht so genau sagen. Manchmal ein Wort, ein Satz oder mir fällt ein Titel ein zu dem ich unbedingt etwas schreiben möchte. Bei meinem MICHA-Buch sagte jemand zu mir „Schreib doch mal etwas über Diabetes bei Kindern“ und das inspirierte mich ebenfalls.

micha monika

 

Wer ist dein größter Kritiker?

Monika: Mein Mann und mein jüngerer Sohn.

 

Ich lese ja gerade dein neues Buch “ Verlieb dich mal wieder “ und bin begeistert. Es ist dein erster Erwachsenen-Roman, was inspirierte dich dazu?

Monika: Hier war es ein Wort! Ich stand dieses Jahr im März auf der Leipziger Buchmesse mit einigen Autorenkollegen an deren Stand zusammen. Eines der Bücher, das ausgestellt war, trug das Wort „Sex“ im Titel und es war auffällig, wie sehr dieses kleine Wort die Blicke der Messebesucher auf sich zog. Ganz lapidar sagte ich, dass bei meinem nächsten Buch dieses Wort auch auf dem Cover stehen würde – aber bei einem Kinderbuch? Die Idee einen Hilfmir für pubertierende Teenies zu schreiben, hat mich nicht inspiriert, aber das Samenkörnchen war gepflanzt und … es ist aufgegangen! Ganz allmählich drängte es sich an die Oberfläche und plötzlich war „Marit“ geboren.

verlieb dich mal wieder monika

 

Hast du einen Lieblingsschreibplatz?

Monika: Ja, unser Esszimmertisch – mittendrin im Geschehen! Aber, wenn meine Inspiration sprudelt, kann man mich nicht so leicht vom Schreiben abbringen und ich finde es fürchterlich, wenn ich dann aufhören muss, weil meine Familie etwas gekocht haben möchte. Nein, Scherz beiseite. Sie lassen mich dann schon so weit wie möglich in Ruhe und spielen aus Verzweiflung schon auch mal im Dunklen Fußball im Garten.

Hier entstehen Monikas Bücher

Hier entstehen Monikas Bücher

 

Was würden wir den in deinem Bücherregal finden?

Monika: Bunt gemischt! Von Biografien über Ratgeber, Sachbücher bis hin zu leichten Frauen-Romanen für den Urlaub, Kinderbücher, die mir besonders gut gefallen – einfach alles! Dazu kommen noch die Bücher, die ich von meinem Opa geerbt habe, unter anderem alle von Karl May und uralte Kochbücher von meiner Urgroßmutter. Ich kann mich einfach schlecht trennen und bewahre inzwischen einen Großteil in Kisten verpackt im Keller auf.

Monikas Bücher

Monikas Bücher

 

Hast du ein Lieblingsbuch?

 Monika:  Ich habe mehrere Lieblingsbücher! Eines davon ist auf jeden Fall „Das ultimative Geschenk“ von Jim Stovall. Und noch eins, das mir sehr gut gefällt ist „Annie“ von Leonore Fleischer.

Monikas Lieblingsbücher

Monikas Lieblingsbücher

 

Und dann erzählte mir die Autorin etwas, was mich wirklich sehr freute:

Monika:  Ich freue mich dieses Jahr ganz besonders auf die Frankfurter Buchmesse! Ich war die letzten beiden Jahre da und bin mir immer ein bisschen „verloren“ vorgekommen. Man trifft zwar eine Menge Leute, aber die Messe an sich ist so riesengroß, dass man unmöglich alles an einem Tag schaffen kann. In Leipzig ist die Atmosphäre aus meiner Sicht gemütlicher. Letztes Jahr habe ich beim Gehen in Frankfurt so zu mir selbst gesagt, dass ich erst wiederkomme, wenn ich selbst eine Lesung haben werde. Tja, und ich bin dieses Jahr doch wieder da und … habe eine Lesung!

Und ich werde dort sein und ihr sehr gerne lauschen 😉

monika

Danke für deine Zeit liebe Monika, Fühl dich (((gedrückt)))

Wer mehr über Monika Baitsch und ihre Bücher erfahren möchte, ist herzlich auf ihre Homepage www.monika-baitsch.de eingeladen und sie freut sich natürlich auch über eine Begegnung bei Facebook, Twitter und Co.!

  Viel Spaß beim lesen und stöbern

Sabine

verlieb dich mal wieder monika

PS das sind keine Schreibfehler sondern Spezialeffekte meiner bösen Tastatur

 

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