Gerrit Fischer – mit tollem Gewinnspiel

Autorenvorstellung

Heute möchte ich euch einen Mann vorstellen, der seine Leser entführt. Sie mitnimmt in die Sonne, in den Urlaub, ans Meer. Ein Autor der mich auf seiner Lesung so begeisterte das ich es nicht erwarten konnte sein Buch zu lesen und ihr habt sogar die Chance eines seiner Bücher Signiert zu gewinnen

Mein Lieben, der wunderbare Gerrit Fischer

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Mit seinen Büchern Adria Express und Coccobello bringt er ein Stück Italien zu uns nach Hause und macht einfach Lust, dieses Land und die Menschen dort näher kennenzulernen.

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Der Autor ist 39 Jahre alt und lebt im schönen Bad Nauheim in der Nähe von Frankfurt.

Gerrit:  Dort lässt es sich ganz gut leben, aber ich habe oft Sehnsucht nach dem Meer. Daher liebe ich es zu verreisen. Entweder real oder in die Welt meiner Romane. Natürlich gehört das Schreiben zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Wobei das Drumherum, also das Organisieren von Lesungen, die Pressearbeit, die Kontakte zu Lesern und anderen Autoren und alles was mit Marketing zu tun hat, mittlerweile auch viel Platz einnimmt und mir auch eine Menge Spaß macht. Aber ich will auch nicht verschweigen, dass ich es mir immer noch oft genug auf meinem Sofa bequem mache und …, ja jetzt müsste ich schreiben … ein Buch lese, aber ehrlich gesagt schaue ich mir am liebsten Fußballspiele an 🙂 Jetzt habe ich mich gleich mit der ersten Antwort bei den weiblichen Lesern disqualifiziert 🙂

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Gerrit Fischer Lesung HomBuch 2014

Hast du als fleißiger Autor überhaupt noch Zeit ein Buch in Ruhe zu lesen ?

Gerrit: Das ist in der Tat etwas schwierig geworden. Was vor allem damit zusammenhängt, dass man so viele tolle Autoren kennen lernt. Und die machen alle so wahnsinnig interessante Sachen, die mich neugierig machen. So richtig auf die Suche nach neuem Lesestoff muss ich also kaum noch gehen. Und ich versuche, schon ab und zu in Ruhe in die Welt anderer Autoren abzutauchen. Aber wenn ich gerade selbst am Schreiben bin, bleibt wenig Zeit.

 

Was finden wir denn in deinem Bücherregal?

Gerrit: Spielplätze für meine Wellensittiche 🙂 Aber alle Bücherregale konnten sich die Vier noch nicht erobern. Da stehen Bücher ganz unterschiedlicher Art. Natürlich viele Italien-Romane, Biografien, amüsante deutsche Literatur wie z.B. von Tommy Jaud, ich mag auch Sven Regener und Jan Weiler. Früher habe ich von Tom Sharpe alles gelesen. Richtig niveaulos, aber unterhaltsam und daher im Urlaub oft dabei: Richard Laymon. Ja, und dann halt viele Bücher von Kollegen, die ich kennen lernen durfte und deren Bücher ich lese, auch wenn sie vom Genre her eigentlich oft gar nicht so zu mir passen.

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Hast du ein Lieblingsbuch? Warum gerade dieses?

Gerrit: Ich habe zwei Lieblingsbücher: Das eine ist „Das Wunder von Castel di Sangro“ von Joe McGinniss. Das vereint nämlich meine Leidenschaften Italien und Fußball. Es geht um den Aufstieg einer Fußballmannschaft aus der Provinz und was das für Auswirkungen auf das beschauliche Leben in diesem kleinen Ort hat. Der Roman beruht auf einer wahren Begebenheit, das macht es noch spannender. Herrlich, wie das italienische Leben dort beschrieben wird. Und das andere Buch ist „Nächsten Sommer“ von Edgar Rai. Darauf bin ich gestoßen, weil es auch um die Freiheit des Reisens geht, wie bei meinen Romanen. Und ein Bulli spielt eine Rolle. Da wurde ich neugierig und habe es mir gekauft. Und schon nach wenigen Seiten war ich begeistert. Die Sprache des Autors fand ich einfach toll, mich hat das Buch so richtig in seinen Bann gezogen. Edgar Rai schreibt ganz unterschiedliche Dinge, zum Teil unter Pseudonym. Ich finde diese Vielseitigkeit faszinierend und das funktioniert nur, wenn man wirklich was drauf hat. Auf der Leipziger Buchmesse habe ich Edgar Rai persönlich getroffen. Er ist ein sehr sympathischer toller Typ. Und er hat mir verraten, dass „Nächsten Sommer“ verfilmt wird. Da freue ich mich natürlich wahnsinnig drauf. Apropos Verfilmung: „Maria, ihm schmeckts nicht“ von Jan Weiler ist ein prima Beispiel, wie man ein tolles Buch auch als Film fantastisch umsetzen kann.

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Wann hast du angefangen zu schreiben?

Gerrit: Naja, meine Klassenlehrerin schrieb 1981 in mein erstes Zeugnis: „Gerrit kennt alle Buchstaben und kann geübte Texte in Druck- und Schreibschrift lesen. Er schreibt langsam, aber klar gegliedert und kann Wörter aus der Vorstellung schreiben.“ Das waren doch Wahnsinnsvoraussetzungen, oder? Und ich habe mich dann auch schnell weiterentwickelt: „Gerrit kann unbekannte Texte lesen und verstehen. Er schreibt lesbar und kann geübte einfache Sätze auswendig schreiben.“ Da konnte ich ja gar nicht anders und musste Autor werden. Im Ernst: Angefangen hat eigentlich alles damit, dass ich im Internet Kolumnen auf einer Fußballseite veröffentlicht habe. Und 2008 habe ich angefangen, an meinem Debütroman zu schreiben. Ich glaube, das hatte damit zu tun, dass das Gedächtnis der Jungs und mir, die früher zusammen auf Reisen waren, schlechter wurde und wir uns bei Treffen immer weniger an all die coolen Geschichten erinnern konnten, die wir damals im Interrail-Zeitalter erlebt haben. Und einige dieser Erlebnisse sind sozusagen im Adria-Express konserviert worden

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Hast du einen Lieblingsschreibplatz?

Gerrit: Ja, das ist eine Terrasse auf einem Felsen hoch über dem Meer in Manarola, das ist eines der fünf Dörfer der Cinque Terre. Dort habe ich einen Teil des Coccobello geschrieben. So stelle ich mir das vor: Schreiben, aufs Meer blicken, dann mal durch die engen Gassen schlendern, auf der Piazza einen Caffé nehmen, die Menschen beobachten, wieder auf die Terrasse zurückkehren und weiterschreiben. Später irgendwann unten im Naturhafen ein erfrischendes Bad im Meer nehmen. Das ist die optimale Variante. Aber schön ist es auch, wenn ich im Sommer in einem Straßencafé sitze und schreibe. Im Juni bin ich für zwei Wochen in Riccione, in meinem Lieblingshotel Ermeti, wo ich sicherlich abends auf der Terrasse bei einem Glas Wein auch ein paar Zeilen schreiben werde. Oder im Beachcafé bei einem Aperol Sprizz. Generell schreibe ich gerne dort, wo ein bisschen Leben ist. Das betrifft den kreativen Teil. Überarbeiten, planen und diesen ganzen handwerklichen Teil des Schreibens erledige ich dann in Ruhe am Schreibtisch.

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Was inspiriert dich ?

Gerrit: Mich fasziniert immer die Frage, wie man diesen Spagat im Leben hinbekommen kann: Auf der einen Seite seine Träume zu leben, aber auf der anderen Seite auch eine gewisse materielle Sicherheit zu haben. Mir gefällt dieser Leistungsdruck nicht in unserer Gesellschaft. Ich glaube auch, dass die Menschen heutzutage auf die falschen Dinge Wert legen und für viele schöne Sachen gar nicht mehr den Blick haben. Diese Thematik gepaart mit meiner Liebe zu Sommer, Sonne und Meer wirkt sich dann natürlich auf das aus, was ich schreibe. Aber da ich die Leser vor allem auch unterhalten will, gehe ich mit offenen Augen durchs Leben und versuche die komischen Alltagssituationen mitzukriegen, die sich dann als amüsante Episoden in meinen Romanen wiederfinden.

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Wer ist dein größter Kritiker ?

Gerrit: Zum Glück gibt es da zwei Menschen, die mich nicht schonen und meine Entwürfe hart lektorieren. Je nach Tagesform ist das Auseinandersetzen mit dem eigenen Text dann schon eine Arbeit, die weh tun kann. Wenn ich das Manuskript zurückbekomme und meine total geniale Passage, bei der ich mich selbst totlachen kann, wird mit einem riesigen Strich durchgestrichen und mit dem Vermerk bedacht: „nicht witzig, lass dir was anderes einfallen!“, dann gehen die Diskussionen los. Finde nur ich das witzig? Ist das vielleicht einfach Männerhumor? Oder wenn mir ganze Absätze markiert werden, weil es sich nicht gut anhört, dann ist das immer mit einer Menge Arbeit und Auseinandersetzung mit verschiedenen Sichtweisen verbunden. Ich bin dann jedenfalls sensibilisiert und wir versuchen gemeinsam, einen Nenner zu finden, den wir dann dem Leser auch zumuten können. Manchmal muss ich aber auch einfach entscheiden und sagen: So mach ich es jetzt. Wer die „Monsieur Lacroux-Passagen“ aus dem Coccobello kennt, der weiß, da hat keine Lektorin ihr „OK“ für gegeben 🙂

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Wie sehen deine literarischen Zukunftspläne aus ? Auf was dürfen wir uns als nächstes freuen ?

Meine beiden Romane bauen aufeinander auf, auch wenn man sie einzeln lesen kann. Die Geschichte meiner Hauptfigur ist aber noch nicht fertig erzählt. Der Protagonist ist nach wie vor auf der Suche nach seinem Platz im Leben. Und jetzt stellt sich die Frage: Sucht man danach sein Leben lang oder findet man ihn auch irgendwann? Diese Frage wird in meinem dritten Roman beantwortet, der hoffentlich noch dieses Jahr fertig wird. Und damit ist die Geschichte dann auch erzählt und ich werde in Ruhe darüber nachdenken, was ich für neue Projekte angehe. Wobei die Vermarktung von drei Romanen inklusive Lesungen, Messen etc. einen schon ausreichend beschäftigen kann. Zuletzt habe ich auch zwei Kurzgeschichten für Anthologien beigesteuert und ich habe vor, mich mal auf der Poetry-Slam-Bühne auszutesten. Mir gefällt die Atmosphäre dieser Veranstaltungen. Und natürlich werde ich weiter viele Lesungen und Messeauftritte anstreben, ich mag den Kontakt zu den Lesern und Autorenkollegen. Und übrigens: Wer neugierig geworden ist auf die Handlungsorte meiner Romane, dem gebe ich gerne auch Reisetipps und kann Prospekte verschicken. Ihr erreicht mich unter mail@gerritfischer.de und meine Homepage www.gerritfischer.de freut sich auch immer über Besucher

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Danke für deine Zeit und das nette Gespräch lieber Gerrit, fühl dich lieb (((gedrückt)))

und ihr Büchermäuse habt nun die Chance auf ein persönlich für euch signiertes Exemplar von Gerrit Fischer 🙂 Der nette Autor schenkt einem von euch eins und das find ich klasse Danke lieber Gerrit 🙂 Alles was ihr tun müsst, ist mir in einem Kommentar zu verraten, was euch bei Italien spontan in den Sinn kommt. Was verbindet ihr mit diesem wunderschönen Land. Teilnehmen darf jeder über 18 Jahren  und zwar bis nächsten Donnerstag Mitternacht ( 01.05.14) Unsere bezaubernde Glücksfee Oma Elisabeth wird dann wieder einen Gewinner aus allen Losen ziehen und ich werde ihn hier bekannt geben – also nachsehen nicht vergessen 😉

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Wer mehr über Gerrit Fischer erfahren möchte, besucht doch mal seine Homepage : http://www.gerritfischer.de

Viel Glück und viel Spaß beim lesen und stöbern

Sabine

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PS das sind keine Schreibfehler sondern Spezialeffekte meiner bösen Tastatur

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8 Gedanken zu „Gerrit Fischer – mit tollem Gewinnspiel

  1. Hi,

    eine sehr schöne Buch- und Autorenvorstellung. Hat mir sehr viel Spaß gemacht, sie zu lesen.
    Mit Italien verbinde ich eigentlich gar nicht so viel, da es von der Nordseeküste doch ein Stück weg liegt 🙂 Rom, die Römer, Vatikan, Mafia, Venedig, etc fallen mir natürlich sofort ein, aber einen direkten persönlichen Bezug hab ich nicht, würde aber schon gerne mal im sonnigen Süden Urlaub machen.

    LG Uwe
    utaechl@yahoo.de
    TVSCs kleine Welt

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  2. Hallo,

    die Bücher klingen interessant. Bei Italien denke ich an unseren letzten Sommerurlaub. Da hat einfach alles gepasst – Wetter, Unterkunft und vor allem die Menschen um uns herum. Die Kinder haben noch nicht einmal den heißgeliebten Fernseher vermisst. Ich wäre so gern wieder dort…….

    LG Anja

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  3. Die Bücher hören sich toll an. Bisher war ich nur einmal in Italien und zwar in jungen Jahren. Da kommen mir zuerst die temperamentvollen Italiener in den Sinn, du meine Güte:-) Dann Spaghetti, Pizza und leckeres Eis.
    LG von Elke

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