10 Fragen an …. Juliane Vogler

Autoren-Interview

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10 Fragen an ….. Juliane Vogler

Ihr Buch * Acht Sommer und eine Diestel * war für mich eins der großen Lese-Highlights des Jahres 2013

Juliane Voglers Schreibstil ist anders – erfrischend anders . Sie geht wie kaum ein anderes Autor mit Worten um , webt Geschichten und spinnt deine Fantasy mit ein . Ich war von ihrem Roman hin und weg , den Laylas Geschichte ist so ehrlich und ergreifend erzählt , man kann nicht anders als mit zu leiden – mit zu fühlen – mit zu lieben …..

Ich kann nur jedem diesen wundervollen Roman empfehlen – auch wenn er keine leichte Liebeslektüre ist – er wird noch eine ganze Zeit in eurem Kopf herum spucken . Gerade deshalb freu ich mich auch sehr , das die Autorin sich Zeit für ein kleines Gespräch nahm ….

Ladys and Gentleman :

Juliane Vogler

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Danke das du dir die Zeit nimmst , aber bevor ich dich mit meinen Fragen löchere , stell dich doch einfach kurz selbst vor :

 

 Juliane Vogler : Ist es vermessen das Bildnis von Shiva, einem der Götter des Hinduismus, heranzuziehen? Mir geht es dabei nur um die Anzahl der Arme: In einem halt ich meinen Sohn – wild und ungestüm. Der zweite Arm schwingt den Kugelschreiber, der dritte die Kaffeetasse – selbstverständlich die leere, die in den Spüler geräumt werden muss. Und der vierte hält die Hand meines Mannes, der immer für uns da ist.

*

Hast du als Autorin noch Zeit ein Buch in Ruhe zu lesen?

 Juliane Vogler : Leider nur noch selten. Meine Zeit ist relativ straff durchgeplant. Die Abende nutze ich häufig zum Schreiben. Auch morgendliche Lesestunden am Wochenende sind nicht mehr möglich, da sich unmittelbar nach dem Erwachen kleine Käsefüße in meine Hüfte bohren.

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Was würden wir den in deinem Bücherregal finden ?

 Juliane Vogler : Jede Menge Romane von T.C. Boyle, ansonsten die „Brunetti“-Serie, Thomas Manns „Buddenbrooks“, einige russische Klassiker, insbesondere von Dostojewski. Manche Bücher von ihm habe ich verschlungen, andere musste ich zur Seite legen, sie waren mir zu wirr. Ach ja, und viele Kinderbücher, denen wir im Buchhandel nicht widerstehen konnten, die wir aber erst einmal gesichert haben vor allzu rauen Umgangsformen eines fast Vierjährigen.

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Wann hast du angefangen zu schreiben ?

 Juliane Vogler : Meine erste Kurzgeschichte schrieb ich mit achtzehn: „Der nackte Hund“. Es ging dort weder um einen Hund noch um Nacktheit. Tatsächlich ging es um eine Frau, die erwachte und sich nicht mehr bewegen konnte. Und plötzlich war da dieses Geräusch oberhalb des Kopfendes … Tja, und dann schrieb ich nichts weiter, nur Texte für einen Buchverlag und Wissenschaftliches: Paper, Diplomarbeit, wissenschaftsjournalistische Artikel. Während der Erziehungszeit begann ich dann meinen ersten Roman „Adams Wahrheit“.

*

 

Was denkst du , wer ist dein größter Kritiker ?

 Juliane Vogler : Mein Mann.

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 Wenn ein neues Buch erscheint und plötzlich völlig Fremde dein Baby lesen , ist man da nicht super nervös ? Ich stell mir das beängstigend vor

 Juliane Vogler : Ja, ich bin immer nervös. Sowohl bei den Testlesern als auch nach der Veröffentlichung. Ich bemühe mich stets um Lockerheit, aber es will mir nicht gelingen.

*

 Hast du Rituale vorm schreiben ? Oder vielleicht sogar einen Lieblingsplatz ?

 Juliane Vogler : Ich schreibe gern auf dem Sofa. Abends, wenn alle Erledigungen des Tages getätigt sind. Oft wird es dann später als gedacht. Ich vergesse, dass ich am nächsten Morgen einen glucksenden, immer zuverlässigen Wecker habe.

*

 Worüber kannst du dich so richtig freuen bzw mal so richtig ärgern ?

 Juliane Vogler :  Ich ärgere mich über Arroganz und Intoleranz. Es ist erstaunlich, wie schnell man zum Außenseiter wird, wenn man etwas anders als andere macht. „Lass die Leute reden“ von den Ärzten ist in diesem Zusammenhang ein toller Song. Im Gegenzug freue ich mich, wenn ich auf sympathische und authentische Menschen treffe, die einfach ihr Ding machen und nicht verurteilen. Ansonsten macht mich Musik froh. Ein besonderer Gute-Laune-Song für mich ist „ You’re The First, The Last, My Everything“ von Barry White oder auch die Musik meines Mannes ist toll. Insgesamt bin ich sehr zufrieden aufgrund meiner Familie und vielen netten Freunden. Ich glaube, alles in allem bin ich ein eher optimistischer Mensch.

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 Wieviel von dir selbst steckt in deinen Büchern ?

Juliane Vogler :  Hier und da mal ein bisschen. Bestimmte Reaktionsweisen, Charakterzüge lasse ich sicher einfließen, insgesamt aber eher weniger.

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Ich bin begeistert von Acht Sommer und eine Distel , für mich ein berührendes und spannendes Buch , das man nicht so schnell vergessen kann . Es geht unter die Haut und natürlich frag ich mich was dich dazu inspirierte ? Woher kam die Idee ?

 Juliane Vogler : Hach, vielen Dank! Das freut mich sehr. Ich recherchierte damals für einen Artikel zu eben dieser Problematik. Vieles hat mich so berührt, dass ich es in einem Roman verarbeiten wollte. Beim Kontext lasse ich dann auch oft Begebenheiten aus meinem Umfeld einfließen. So kam zum Beispiel die Idee, für einen Professor an der Uni zu schwärmen, aufgrund einer Freundin.

*

 Wie sehen deine literarischen Zukunftspläne aus ? Auf was dürfen wir uns als nächstes Freuen ?

 Juliane Vogler : Derzeit habe ich Konzepte für einen Berliner Kriminalroman, einen Science Fiction-Roman und einer verwirrenden Geschichte, die in einem Taxi spielt, in der Schublade. Aber irgendwie ist mir eher nach einer Art Liebeskomödie – etwas Amüsantes und „Fluffiges“. Mal sehen.

*

 

Danke liebe Juliane das du dir die Zeit für unser Gespräch genommen hast – fühl dich lieb ((( gedrückt)))

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Und euch Büchermäusen möchte ich ihren Roman ans Herz legen , ein Buch das man nicht so schnell vergisst

Wer mehr über die Autorin erfahren möchte besucht doch mal ihre Homepage unter :

http://julianevogler.blogspot.de

Viel Spass beim Stöbern und Lesen

Sabine

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PS das sind keine Schreibfehler sondern Spezialeffekte meiner Tastatur

 

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