10 Fragen an … Autorin Lana Silny

utoren-Interview *****

10 Fragen an … Autorin Lana Silny

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Die sympathische Autorin nahm sich Zeit und erzählt vom Schreiben und warum sie manchmal auf Leseabstinenz ist …..

Vor einiger Zeit habe ich ihren Roman * Chaosbraut * entdeckt und geradezu verschlungen . Seither gehöre ich zu ihrer großen Fangemeinde  , denn dieses Buch war einfach spannend und herrlich lustig . Sie erzählt in Chaosbraut aus ihrem eigenem Leben, nimmt uns in verschiedenen Kurzgeschichten mit zum Einkaufen oder wir warten zusammen auf den Kuss der Weihnachtsmuse . Durch Lana´s rasanten und mitreißenden Schreibstil kannst du nicht einfach *malreinlesen* – du willst unbedingt wissen wie es weitergeht und aufhören war leider nicht möglich . Selbstironisch schenkt sie uns einen sehr großen Blick in ihr Leben und Schreiben . Von mir bekam sie verdiente 5 von 5 Teddytatzen , für ein Buch das ein reines Lesevergnügen war .

Aber kommen wir endlich zu unserem kleinen Gespräch ,

Ladys and Gentleman : Lana Silny

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Bevor ich dich mit meinen Fragen löchere , stell dich doch einfach kurz selbst vor :

Lana Silny : Sehr gerne! Ich heiße Lana Silny , bin 34 Jahre alt und komme aus Baden-Württemberg. Mein Debütroman “ Die Satojerin “ wurde im Mai 2013 veröffentlicht und mein zweites Buch „Chaosbraut“ ist sozusagen gerade erst „geschlüpft“, denn es wurde am 29. November 2013 veröffentlicht.

 Ich lese unheimlich gerne, liebe es zu kochen und wenn ich etwas Zeit dafür habe, quäle ich mit wachsender Begeisterung meine Nähmaschine. Ansonsten umgebe ich mich unheimlich gerne mit lieben Menschen, bin eine absolute Frohnatur und schätze die schönen Dinge des Lebens. Ohne Kaffee und Tee kann ich nicht leben, ohne Ziegenkäse und Rosenkohl allerdings schon

*

Hast du als Autorin eigentlich noch Zeit ein Buch in Ruhe zu lesen ?

 Lana Silny : Ehrlich gesagt kommt das Lesen in letzter Zeit wirklich ein wenig zu kurz. Ich muss des öfteren Kämpfe mit mir selbst austragen, in denen es darum geht: Liest du jetzt oder schreibst du besser?

Mein „Problem“ ist nämlich, dass ich so unheimlich gerne lese, dass ich mir ein Leben ohne Bücher gar nicht vorstellen könnte. Allerdings lese ich nicht, wenn ich schreibe. Somit bin ich mehr und mehr zu einer exzessiven Leserin geworden, wie ich es nenne. Das heißt, ich habe zwar sehr viele Phasen der Abstinenz, wenn ich aber lese, kann es schon passieren, dass ich einen 500-Seitenwälzer an einem Wochenende durch habe.

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Was würden wir den in deinem Bücherregal finden ?

 Lana Silny : Eigentlich entdeckt man fast aus jedem Genre etwas. Ein Buch, das seit meinen Teenagertagen in meinem Bücherregal zu finden ist und wohl auch niemals daraus verschwinden wird, ist „Der Sizilianer“ von Mario Puzo, außerdem bin ich ein großer Ephraim Kishon Fan. Am meisten vertreten ist in meinem Bücherregal das Fantasy-Genre, wo ich mich da aber nicht genau festlege. High Fantasy, Romantasy, auch Urban Fantasy mag ich gerne – nur Vampirbücher und Bücher aus dem Horrorgenre wird man dort keine finden

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Wann hast du angefangen zu schreiben ?

 Lana Silny : Interessanterweise schreibe ich noch nicht sehr lange. Sicher, der Wunsch schlummerte schon länger in mir, denn die Liebe zur Sprache begleitet mich schon mein Leben lang. Ich spreche fünf Sprachen und fand es schon immer überwältigend, was man mit Sprache alles (er)schaffen kann. Aus irgendeinem Grund bin ich es aber nie angegangen. Dass ich mich letztendlich doch dazu entschieden habe, verdanke ich einem eher weniger schönen Ereignis.

Vor nicht allzu langer Zeit bekam ich die Diagnose einer seltenen, nicht heilbaren Krankheit, was dazu führte, dass ich mein perfekt durchgeplantes Leben gründlich überdenken musste. In dieser Situation begann ich, die Werte, die wohl jeder von uns auf seine eigene Weise definiert, anders zu gewichten. Viele Dinge, die ich früher als selbstverständlich ansah, bekamen eine neue Wertigkeit. Und so konzentrierte ich mich von da an auf meine eigentlichen, ureigensten Wünsche. Genau an dem Punkt kam dann dieser eine, sehr lange in mir lodernde, Wunsch wieder zum Vorschein: Ich wollte ein Buch schreiben …

Die Idee zu meinem Debütroman schwirrte sowieso schon längst in meinem Kopf herum, sie musste „nur“ noch zu Papier gebracht werden.

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Wer ist dein größter Kritiker ?

Lana Silny : Ich denke, da geht es mir wie vielen anderen Autoren auch. Mein größter Kritiker bin definitiv ich selbst. Das ging sogar so weit, dass ich anfangs nicht einmal meinen engsten Freunden erzählen wollte, dass ich ein Buch geschrieben habe und dass es sogar bereits veröffentlicht wurde.

Mittlerweile habe ich aber gelernt, dass man irgendwann an einem Punkt sein „Buchprojekt“ zum Abschluss bringen muss, sonst verbessert und verändert man es zu Tode.

*

Wenn ein neues Buch erscheint , wie gerade * Chaosbraut * , ist es dann nicht einwenig beängstigend das plötzlich völlig Fremde dein Baby lesen ? Macht das nicht super nervös ?

Lana Silny : Es ist fantastisch und beängstigend zugleich – allerdings überwiegt die Freude. Ich bin natürlich jedes Mal supernervös, freue mich dann allerdings noch mehr, wenn ich die ersten positiven Resonanzen bekomme. Mit dem Wort „Baby“ drückst du es perfekt aus. So ein Buch wächst einem in seinem Entstehungsprozess extrem ans Herz. Zumindest ist das bei mir so. Da ist so viel Herzblut enthalten, etliche Stunden an Arbeit und noch viel mehr. Da ist es natürlich verständlich, dass man will, dass es gefällt.

Ich habe aber mittlerweile auch gelernt, dass meine Bücher nicht jedem gefallen können – und das ist auch gut so, denn sonst ginge ja die große Vielfalt auf dem Büchermarkt verloren. Ich gehöre zu den Autoren, die sich den großen Luxus leisten können, das zu schreiben, was sie selbst gerne lesen würden und nicht das, was ihnen von einem Verlag oder jemand anderem vorgegeben wird. Auf der anderen Seite verringert das die Nervosität natürlich nicht – ganz im Gegenteil

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Hast du einen Lieblingsschreibplatz ?

Lana Silny : Lieblingsschreibplatz kann man es nicht nennen, aber ich schreibe meistens an meinem Schreibtisch im Arbeitszimmer. Von dort aus habe ich eine wunderbare Aussicht und kann meinen Blick schweifen lassen, wenn ich mir Gedanken mache, wie ich etwas am besten ausdrücke. Was ich aber vor kurzem festgestellt habe, ist, dass mein Schreibtisch der Platz ist, an dem ich am effektivsten bin. Wenn ich mich zum Beispiel an unseren großen Wohnzimmertisch setze, bei dem die Bedingungen genau gleich sind, dann läuft es nicht so rund wie im Arbeitszimmer

*

Hast du Rituale vorm Schreiben ? ( Warum nur muss ich jetzt an deine Weihnachtsmuse denken ?)

Lana Silny : Nein, ehrlich gesagt, habe ich keine Rituale und wenn das jedes Mal so enden würde wie bei der Weihnachtsmuse, dann wäre ich wahrscheinlich längst geschieden oder völlig wahnsinnig. (Lach).

Was ich aber zum Schreiben brauche, ist Ruhe und viel Zeit. Wenn ich weiß, dass ich nur ein paar Stunden bis zum nächsten Termin habe, komme ich nicht richtig in den Fluss. Daher läuft es darauf hinaus, dass ich sehr viel abends und nachts schreibe.

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Worüber kannst du dich so richtig freuen bzw mal so richtig ärgern ?

Lana Silny : Freuen kann ich mich eigentlich über die kleinsten Dinge. Ich habe das große Glück, dass mir die Heiterkeit mit in die Wiege gelegt wurde und ich daher vielleicht das Leben schon von Natur aus sehr  positiv sehe. Ich kann mich über ein Lächeln, über einen schönen Sonnenuntergang, einfach über viele kleine Dinge freuen . Die schönste Freude ist allerdings, wenn ich anderen eine Freude machen kann. Vielleicht schenke ich deshalb auch so gerne. (lach)

Am meisten ärgere ich mich über Arroganz und Ignoranz, sowie Menschen, die der Meinung sind, sie müssen jedem ihren Stempel aufdrücken. Für mich sind Toleranz und Fairness einfach  wichtig

*

Dein erster Roman * Die Satojerin * ist ja ein ganz anderes Genre wie *Chaosbraut* , da liegt natürlich die Frage nahe was dich inspiriert hat ,ein Buch zu schreiben das sooooo viel von dir selbst preisgibt ?

Lana Silny : „Chaosbraut“ entstand wirklich zufällig, denn angefangen hatte alles mit der Weihnachtsanthologie der eWriters, in der man die Geschichte „Frau Silny auf der Suche nach der Weihnachtsmuse“ auch nachlesen kann. Durch diese Geschichte fielen mir dann so einige „Chaossituationen“ ein und ich begann, sie aufzuschreiben.

Ich bin auch im wahren Leben ziemlich selbstironisch und nehme mich in gewissen Situationen nicht allzu ernst. Das heißt selbstverständlich nicht, dass ich das, was ich mache, nicht ernst nehme. Ganz im Gegenteil. Ich denke aber, dass es leichter ist, über seine Fehler zu lachen, als sich selbst zu verurteilen oder sich zu grämen, denn im Nachhinein kann man sowieso nichts mehr daran ändern.

Als ich dann das Werk meinen Testlesern gegeben habe, habe ich gemerkt, dass doch in jedem von uns irgendwo eine kleine oder sogar große Chaosbraut herrscht und es auch schön ist, zu sehen, dass man nicht alleine ist

Das Schönste an der Schriftstellerei ist allerdings, wenn man mitbekommt, dass die eigenen Zeilen andere Menschen auf eine bestimmte Weise berühren. Wenn Menschen meine Geschichten lesen und es nicht bereuen, mir und meinen Büchern ihre Zeit geschenkt zu haben, dann ist das das größte Geschenk und die größte Inspiration zugleich. Außerdem habe ich mich schon zu Beginn meines Autorendaseins dazu entschieden, dass ich sehr gerne eine „Autorin zum Anfassen“ sein möchte. Ich finde, die „Chaosbraut“ unterstreicht dass ganz prima

*

Wie sehen deine literarischen Zukunftspläne aus ? Auf was dürfen wir uns im neuen Jahr den freuen ?

Lana Silny : Ich arbeite gerade an der Fortsetzung zu „Die Satojerin“, die 2014 auf jeden Fall erscheinen soll. Ansonsten hab ich ein paar Ideen und angefangene Plots in meiner virtuellen Schreibtischschublade, es könnte aber natürlich auch sein, dass mir im kommenden Jahr wieder die eine oder andere spontane Idee kommt. Da lasse ich mich selbst auch ein wenig überraschen.

*

Danke für deine Zeit liebe Lana , fühl dich ganz lieb ((((gedrückt))))

Lana Silny :Ich habe zu danken: für deine Zeit und dein Interesse an meinen Büchern, liebe Sabine!

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Wer mehr über Lana Silny  und ihre Bücher erfahren möchte,  besucht doch einmal ihre Internet Seite: http://www.lana-silny.de/

oder ihren Blog http://lana-silny.blogspot.com/

Ich möchte euch auch das tolle Weihnachtsbuch der eWriter  ans Herz legen .  Erlebt mit , wenn der Weihnachtsmann ein Zauberglöckchen verschenkt, die Muse den Kuss verweigert, der Stern von Bethlehem gestohlen wird, ein Weihnachtsbaum sich gegen das Schmücken wehrt und Freunde in Geschenkenot geraten.
16 Wundervolle ,spannende , kriminalistische und besinnliche Geschichten , werden euch verzaubern und mit in die Welt der eWriter nehmen , einfach ein *klick* aufs Bild und ihr könnt es euch KOSTENLOS noch bis zum 31.12.2013 downloaden :

Ich wünsch euch viel Spass beim Stöbern und Lesen

Sabine

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PS das sind keine Schreibfehler sondern Spezialeffekte meiner bösen Tastatur

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