10 Fragen an … Autorin Angela Troni

Autoren-Interview

Überleben in Bella Italia

10 Fragen an ….. Angela Troni

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Ich freu mich sehr , das die sympatische Autorin sich Zeit nahm um über ihre Bücher, Schokolade und warum sie schon im Kloster  ( 🙂 ) war zu reden . Ihr Buch

Spaghetti in flagranti: Überleben in Italien

erzählt uns , wie es mit Angela und ihrem Otto weitergeht . Er als waschechter Bayer besucht seine große Liebe zu Hause in Bella Italia .Natürlich ist da Ärger schon vorprogrammiert , denn schließlich ist ihr Vater ein typisch italienisches Familienoberhaupt und ihr ExFreund ein Gigolo , wie er im Buche steht . Der romantische Otto glaubt daran , dass Liebe alles überwindet . Aber weiß Angela das auch ?

**Eine bayerische – italienische Liebe – erfrischend wie eine Kugel Gelato , Unterhaltsam wie das Oktoberfest **

Schon mit   Risotto mit Otto: Ein italienisches Jahr in München schuf die Autorin ein Buch , das man nicht aus der Hand legen wollte . Mit viel Wortwitz und herrlichen *bayerischen* Eigenarten fesselte sie nicht nur mich . Man muss sich einfach in Otto verlieben ….. Deshalb freu ich mich auch wirklich sehr das sie mir Zeit schenkt.

Hallo liebe Angela ,bevor ich dich mit Fragen löchere , wäre es nett wenn du dich kurz selbst  Vorstellst :

Puh, das ist eindeutig schwerer,  als Fragen zu beantworten :- ).
Also: Gestatten, Angela Troni,  Halbitalienerin im bayerischen Exil (Hilfe!) mit viel Sinn für Humor und  Situationskomik. Ich lese für mein Leben gern, seit ich Buchstaben zu Wörtern  zusammenfügen kann, und hatte in Kaiserslautern mit zwölf die halbe  Stadtbibliothek durch … Okay, der latente Hang zur Übertreibung muss angeboren  sein. Ich bin im Hauptberuf freie Lektorin für Buchverlage und schreibe seit ein  paar Jahren zunehmend selbst. Um den Kopf freizubekommen, setze ich  mich gerne auf einen Pferderücken und reite durch den Wald. Aber am  liebsten sitze ich im Café und beobachte Leute, deren Eigenarten ich gnadenlos  für meine Romanfiguren abkupfere.
*
Hast du als Autorin eigentlich noch selbst Zeit zum lesen ? Was finden wir  den in deinen Bücherregalen ?
Eigentlich sollte ein Autor einen  halben Tag lesen und einen halben Tag schreiben, so rein theoretisch. Praktisch  … na ja. Da ich nach wie vor auch als Lektorin arbeite, lese ich sowieso  regelmäßig Manuskripte von anderen Autoren – bis hier also alles beruflich.  Privat darf’s gern romantisch sein, ruhig auch mal kitschig. Das letzte Buch,  das mich so richtig begeistert hat, war „Solange am Himmel Sterne stehen“ von  Kristin Harmel. Auch „Das Nebelhaus“ von Eric Berg hat mich gefesselt, ein sehr  ungewöhnlicher Krimi, bei dem man bis zum Schluss keinen blassen Schimmer hat,  wer Täter und wer Mordopfer ist. Ich habe ein großes Faible für falsche Fährten  und überraschende Wendungen … ebenso wie für offene Enden. Und ich mag es,  wenn jemand virtuos mit Sprache spielen kann, so wie Max  Goldt.
*
Wann hast du angefangen zu schreiben und weisst du noch was es war ?
Geschrieben habe ich immer schon  gerne, zu Schulzeiten in der Schülerzeitung (der Klassiker), später  kleinere Geschichten. Aber ich hatte nie vor, Autorin zu werden. Mir macht  es nach wie vor großen Spaß, wenn ich ein Manuskript bekomme und mit einem  anderen Autor so lange am Spannungsbogen und den Figuren rumbasteln kann,  bis es rund ist. So habe ich angefangen. Irgendwann (genauer 1999) kam ein  Hilferuf von einem Kollegen, dem kurzfristig ein Autor abgesprungen war. Das  Thema hat mich interessiert, da habe das Projekt spontan übernommen und Spaß an  der Sache gefunden. Danach habe ich immer mal wieder selbst geschrieben, wenn  ich eine gute Idee hatte. Der Wunsch, eigene Storys zu entwickeln, wurde mit der  Zeit immer größer, und 2010 war die Zeit reif für Otto, Angela und Co. Ich  schreibe, was mir Spaß macht, deshalb passen meine Bücher auch alle nicht  zueinander bzw. lassen sich in keine Schublade packen.
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Wer ist dein größter Kritiker ?
Ich selbst! Autor und Lektor in  Personalunion zu sein, ist eine schlimme Kombination. Was allerdings nicht  ausschließt, dass ich bei meinen eigenen Büchern/Geschichten  betriebsblind und daher sehr dankbar für einen kritischen Blick von außen  bin. Mit sachlicher Kritik kann ich gut umgehen und ich schreibe mit  Begeisterung um.
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Wenn ein neues Buch – wie gerade * Spaghetti in flagranti * das  beim Ullstein Verlag erschienen ist – der Öffentlichkeit präsentiert  wird , ist man dann genauso Aufgeregt was wohl * Fremde * davon halten  ?
Ob Fremde oder Bekannte, das ist  für mich kein großer Unterschied. Ich möchte meine Leser unterhalten und ihnen  ein paar kurzweilige Stunden bescheren. Natürlich bin ich bei jedem Buch von  Neuem aufgeregt und bange, hoffe und bibbere. Das wäre schade, wenn das  irgendwann nachließe … Natürlich macht man sich angreifbar, wenn man etwas  veröffentlicht, weil jeder seine Meinung dazu kundtun und einen schlimmstenfalls  verreißen kann. Damit muss man erst umgehen lernen.
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Hast du Rituale vorm schreiben ? Einen Lieblingsplatz ?
Ich versuche für jedes Buch einen  kleinen Schreiburlaub einzuplanen und suche mir immer besonders schöne Orte  dazu aus. Einmal war ich auf der Fraueninsel im Chiemsee im Kloster, dann in  einem wunderschönen Mittelalterhotel. Eine angenehme Umgebung ist mir sehr  wichtig … und ich brauche Schokolade zum Denken. Ziemlich viel sogar, am  liebsten Vollmilch, die extra cremige von Lindt.
*
Natürlich will jeder wissen : Wieviel Angela steckt in deinen Büchern  ?
Mehr als mir manchmal lieb  ist. In den Otto-Büchern „Risotto mit Otto“ und „Spaghetti in flagranti“  sind viele Erlebnisse verarbeitet, die tatsächlich so stattgefunden  haben. Nur das Setting sowie die Rahmenhandlung sind erfunden.  Oft merke ich erst später, dass viel mehr von mir in den Figuren steckt, als  ursprünglich geplant, und zwar nicht nur in der Protagonistin, sondern in  allen.
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Worüber kannst du dich als Autor freuen bzw auch mal richtig Ärgern ?
Zum Freuen gibt es viele Gründe:  wenn der Verlag den ersten Cover-Entwurf schickt und man endlich weiß, wie es  später aussehen soll. Wenn man eine besonders tolle Idee für ein winziges Detail  hat. Wenn man in der U-Bahn ein Gespräch belauscht hat, das einem genau die  Szene liefert, die noch gefehlt hat. Wenn der Karton mit den Belegexemplaren  kommt. Wenn einem morgens beim Zähneputzen ein Dialog einfällt. Wenn  sich das Publikum bei der Lesung amüsiert und man ein direktes Feedback  bekommt. Wenn 20 Ottos nebeneinander im Regal stehen und einfach nur schön  aussehen …
Und ärgern? Über Kritik, die  persönlich und unsachlich wird.
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Weisst du zu Beginn eines Buches eigentlich schon wie es enden soll ?
In groben Zügen ja. Ich mache  mir für die Romane vorab einen Kapitelaufriss, in dem ich notiere, was in jedem  Kapitel passieren soll und wie lang die einzelnen Kapitel ungefähr sein sollen.  Wie ich das dann im Detail umsetze, weiß ich allerdings vorher nicht. Auch fange  ich nicht zwingend vorne an zu schreiben, sondern mit den schönsten Szenen. Die  wandern dann manchmal wild im Manuskript umher, bevor sie ihren Platz gefunden  haben. Bei „Risotto mit Otto“ wusste ich nur, dass ich ein offenes Ende haben  will. Wie es konkret aussieht, hat sich aber erst beim Schreiben  ergeben.
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Was oder wer  Inspiriert dich –  ( ich liebe ja Otto ) woher  kommen die Ideen zu deinen Figuren ?
Alles und jeder, das ist  ja das Tolle. In jeder Figur steckt auch etwas von mir und beim  Schreiben komme ich jedes Mal an den Punkt, dass ich nicht aus dem Haus  gehen kann, ohne dass mir an anderen Leuten etwas auffällt, das ich für diese  oder jene Figur verwenden kann. Ich belausche dann jedes Gespräch, gucke  wie Leute sich an der Bäckertheke verhalten, beobachte alles und jeden und  sauge Informationen wie ein Schwamm auf – erst mal ohne zu wissen, wofür  genau ich die jetzt brauche. Das ergibt sich dann beim Schreiben wie von  selbst.
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Ich bin ja ganz verliebt in * Risotto mit Otto * und verschlinge gerade *  Spaghetti in flagranti * und bin natürlich ganz gespannt wie deine literarischen  Zukunftspläne aussehen . Welches Projekt ist dein nächstes und bekommen wir noch  mehr Bella Italia ?
Erst mal danke :- ). Mit Otto und  Angela wird es voraussichtlich nicht weitergehen. Aber ich veröffentliche jedes  Jahr zu Weihnachten einen Katzenroman bei Rütten und Loening und plane auch ein  neues Romanprojekt, das wieder in Italien spielen wird, voraussichtlich in  Neapel.
*
Danke liebe Angela – fühl dich ganz lieb ((gedrückt))
spaghetti-signatur
Wer mehr über Angela Troni und alle ihre Bücher wissen möchte , besucht doch mal ihre Webseite :

http://www.angelatroni.de

oder einfach *klick* auf eines der Bilder

 Spaghetti in flagranti  Risotto mit Otto

Ich wünsch euch viel Spass beim Stöbern und Lesen

Sabine

p.s. das sind keine Schreibfehler sondern Spezialeffekte meiner bösen Tastatur

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